Kosten und Nutzen der Regenwassernutzung


Eine Nutzung des Regenwassers ist schon durch eine einfache Vorrichtung möglich: eine Regulierungskappe, welche ca. 25 € kostet, wird an der Regenrinne befestigt, um Niederschlagswasser in eine Regentonne zu leiten.

Eine umfassende Nutzung lässt sich durch eine Regenwassernutzungsanlage erreichen. Diese besteht aus einem Wasserspeicher, einer Filtervorrichtung, einer Pumpvorrichtung (um das Regenwasser zu den gewünschten Einsatzorten zu transportieren), einer automatischen Trinkwassernachspeisung und den entsprechenden Rohrleitungen und Armaturen, welche im Haus zu installieren sind. Bei einem Einfamilienhaus liegen die Kosten für eine Anlage dieser Art ca. zwischen 4000 € und 4700 €. Die Höhe der Kosten richtet sich z.B. nach dem jeweiligen Fassungsvermögen des Wasserspeichers, der Art der Installationen im Haus und danach, ob der Speicher im Garten eingegraben oder im Keller aufgestellt wird. Ungefähr 100 € müssen für die jährlichen Betriebskosten (Pumpe, Wartung, eventuelle Reparaturen) eingeplant werden.

Eine Regenwassernutzungsanlage ist besonders zu empfehlen, wenn diese gleich beim Hausbau berücksichtigt wird, zumal es möglicherweise diesbezüglich Zuschüsse von der Gemeinde gibt. Regenwasser eignet sich für die Toilettenspülung, die Waschmaschine und die Gartenbewässerung. Diese machen ca. 53 % des Gesamtverbrauchs eines Haushalts aus, was bedeutet, dass eine Regenwassernutzungsanlage erhebliche Einsparungen beim Trinkwasser mit sich bringt. Die Kostenersparnis erhöht sich, wenn die Gemeinden für die Abwässer der Anlage keine Gebühren erheben, da das Regenwasser ohnehin in den Kanal eingeleitet worden wäre. Die Handhabung hierbei ist allerdings unterschiedlich.

Die verstärkte Nutzung des Regenwassers anstelle von Trinkwasser leistet zudem einen Beitrag zum Umweltschutz und hilft, die Hochwassergefahr zu reduzieren, welche bei kurzzeitigem Starkregen auftreten kann.


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